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L2-C Ergebnis — Risikobehandlung & Ablehnungsprävention

Status

  • D/E/F konsumiert: L2-D-result.md, L2-E-result.md, L2-F-result.md.
  • Scope: Muster-, Audit- und Teilablehnungsebene; Detail-Scoring bleibt in D/E/F.
  • Einschränkung: Keine Hauptdokument-Edits; alle Änderungen sind Patch-/Textvorschläge.

Normalisierte Risikomatrix aus D/E/F plus gekennzeichnetem L2-G-Input

TierAPsProvenienzHauptmusterC-Empfehlung
🔴 HochAP1, AP3, AP26AP1/AP3 aus L2-D-result.md; AP26 aus L2-E-result.mdChronologie/Legal-Standard/TrivialitätBeraterreview; AP26 ggf. zurückstellen
🟡 MittelAP6, AP7a, AP10, AP12, AP13, AP16, AP17, AP20–AP25D/E/FStandardtechnik im Domain-Spannungsfeldkonkrete technische Hürde und Standardanteil abgrenzen
🟡 MittelAP27nur L2-G, nicht D/E/F; siehe L2-G-result.md Kandidatenbewertung und Input für L2-AAgenten-/PARA-Kontextpriorisierungals zusätzlicher G-Input separat validieren, nicht als D/E/F-normalisiert ausgeben
🟢 NiedrigAP2, AP4, AP5, AP8, AP9, AP11, AP14, AP15 integriertD/Fklare Unwägbarkeit oder integrierter Fitals Kohärenzanker verwenden
BlockiertAP18FTechnologieentscheidung fehltnicht beantragen, bis CRDT feststeht
🟡 Mittel (CBOR/CWT/COSE)AP19FIETF-RFC-basiertes Credential-ProtokollV2 optional; ADR + Spike ausstehend

Zusätzlicher L2-G-Input: AP27

AP27 stammt aus L2-G-result.md, nicht aus den Detaildrilldowns D/E/F. Alle C-Aussagen zu AP27 sind daher als vorläufiger Zusatzinput aus G zu behandeln. Vor Hauptdokument-Edits braucht AP27 entweder eine eigene Detailtriage oder eine explizite Zuordnung zu L2-D/L2-F in einem Folgepass.

Gutachter-Typen-Kalibrierung

TypWorauf achtet er?Textbaustein V1Textbaustein V2Textbaustein V3Textbaustein V4
akademisch-technischNeuartigkeit, ungelöster Lösungsweg„Die Preisberechnung war nicht wegen Formeln schwierig, sondern weil Eingabedaten zeitlich erst nach dem Verkauf verfügbar werden.“„Die Forschungsfrage liegt in widersprüchlichen Konsistenzanforderungen zwischen Offline-, Echtzeit- und Mandantenisolation.“„Nicht die Nutzung eines LLM ist Gegenstand, sondern die Absicherung nicht-deterministischer Ausgaben vor ACID-/Sicherheitsfolgen.“„Die Forschung betrifft Qualitätsverlust und Modell-/Aggregatverhalten unter Datenschutzconstraints.“
praxisnah-ingenieurwissenschaftlichkonkrete Fehlerfälle„Per-Variante-Steuerzerlegung erzeugte falsche rechtliche Zuordnung.“„Ein offline validiertes Ticket kann serverseitig storniert sein; ein Sitz kann online/offline parallel verkauft werden.“„Ein Agent darf keine Buchung mutieren oder Krisennachricht versenden, ohne Validierungs-/Review-Gates.“„Ein Widerruf darf operative Daten löschen, aber Analyse-/Modellzustände nicht inkonsistent machen.“
formalistischPlan, Nachweis, Abgrenzung„Standard-DATEV/Invoice-Arbeit wird getrennt erfasst.“„RLS/RBAC-Grundlagen sind Standard; nur Saga-/Conflict-Anteile sind F&E.“„Prompting allein wird nicht beantragt; Experimente und Validierungspipeline werden dokumentiert.“„Marketing-/Analytics-Anteile werden von Privacy-/Unlearning-Experimenten getrennt.“

Argumentationsmuster

  1. Muster A — Domain-Spannung: AP1, AP3, AP10, AP13, AP17. Standardtechniken treffen auf domänenspezifische Widersprüche.
  2. Muster B — Konkrete technische Hürde: AP2, AP8, AP12, AP14, AP19 (CBOR/CWT/COSE), AP24. Messbare Schwellen/Race Conditions/Edge Constraints.
  3. Muster C — Algorithmik mit Domain-Heuristiken: AP6, AP11, AP15, AP16. Bekannte Problemklasse, aber spezifische Constraints.
  4. Muster D — Privacy-Spannung: AP20, AP22, AP23. Datenmaximierung vs. Datensparsamkeit/Widerruf/Multi-Tenant.
  5. Muster E — Nichtdeterministische Agenten/LLM-Governance: AP5, AP9, AP21, AP25, AP27. Nur förderfähig, wenn Validierung, Retrieval-/State-Semantik oder Agenten-Gates konkret sind.
  6. Muster F — Cross-Context-Kommunikationsorchestrierung: AP7a, AP26. AP7a = Zustellresilienz; AP26 = Trigger-/Timing-Semantik. AP26 bleibt riskant.

Teilablehnungs-Abhängigkeitskarte

VorhabenKern-APsStütz-APsverzichtbar / zurückstellbarMinimal Viable SubmissionReaktion bei Ablehnung
V1 Preis/TaxAP1AP6AP10AP1 + AP6 nur als AP1-Pre-Tax-LayerAP6 nicht isoliert verteidigen; bei AP1-Schwäche AP6 mitziehen oder reduzieren
V2 KonsistenzAP2, AP8AP3, AP4, AP7a, AP14, AP15 integriertAP11/AP12/AP24/AP26AP2 + AP8 + AP4AP3 separat mit Berater verteidigen; AP26 notfalls streichen
V3 LLM/AgentsAP5AP9, AP27AP5 Booking Mutations, AP21 falls V3-bezogenAP5 + validierte AP9/27-SpecAP9/AP27 als prospektive Forschung nachschärfen, nicht AP5 gefährden
V4 Privacy CommerceAP20, AP22, AP23AP21, AP25AP24/AP26AP20 + AP22 + AP23Marketing-nahe AP21/AP25 streichen, Privacy-Kern behalten

AP24–AP26 Wackelkandidaten

AP24

  • Warum Ablehnung: Foto-Upload/Consent klingt Standard.
  • Was schwer ist: On-Device Quality Scoring im PWA-Feldkontext plus inline Personen-/Consent-Erkennung.
  • Argumentation: Nur als Edge-ML-/Consent-Pipeline beantragen.
  • Ehrliche Einschränkung: Ohne On-Device-ML No-Go.

AP25

  • Warum Ablehnung: Kanalwahl wirkt wie Geschäftsregel.
  • Was schwer ist: domänenspezifische Sentimentanalyse und adaptive Zustellgarantie für heterogene 60+-Zielgruppe.
  • Argumentation: Nicht „Feedback versenden“, sondern Qualitäts-/Erreichbarkeitsoptimierung mit lernenden Präferenzen.
  • Ehrliche Einschränkung: Reines Routing nach ChannelPreference ist Standard.

AP26

  • Warum Ablehnung: „automatische E-Mails“ trivial.
  • Was schwer ist: Cross-Context-Event-Orchestrierung mit mandantenspezifischen Zeitfenstern und Engagement-Feedback.
  • Argumentation: Fokus auf Trigger-Semantik über Commerce/Operations/Communications, nicht Nachrichtentexte.
  • Ehrliche Einschränkung: Wenn n8n/Temporal-Standardworkflow genügt, nicht beantragen.

Audit- und Aufbewahrungsplan

ArtefaktAufbewahrungZweck
Stundenerfassung CSV/PDFjährlich unveränderlich archivierenFinanzamt-Prüfung
ADRs/Specs/ResearchRepo-Tag je AntragPlanmäßigkeit/Unwägbarkeit
Commit-/Issue-BelegeExport/SnapshotTime-Zero und Iteration
Ergebnisberichte L2Anlage internEntscheidungsnachvollziehbarkeit
Steuerberater-NotizenMandatsakteAbgrenzung/Validierung

Proaktive Maßnahmen vor Einreichung

PrioritätMaßnahmeAPsWirkungAufwand
P0AP1 Chronologie offenlegen und Zusatzbelege suchenAP1reduziert Glaubwürdigkeitsrisiko4–8h
P0AP3 mit konkretem Cross-Tenant-Beispiel belegenAP3stärkt rotes AP3–6h
P0Standardanteile je AP explizit ausweisenalleGutachtervertrauen4h
P1AP26 zurückstellen oder Trigger-Spec schreibenAP26vermeidet Trivialitätsablehnung4–10h
P1AP24 ML-Gate entscheidenAP24Go/No-Go-Klarheit2–6h
P1V2-Sprachklammer schärfenV2reduziert Sammelbeckenrisiko2h

Worst-Case-Szenarien

  • Teilablehnung einzelner APs: Nicht sofort Widerspruch, zuerst Nachforderung/Nachbesserung prüfen; verzichtbare APs streichen, Kernvorhaben behalten.
  • Vollablehnung eines Vorhabens: Gutachterbegründung auswerten, Antragstext auf technische Unwägbarkeit statt Feature-Nutzen umstellen, ggf. mit reduzierter AP-Liste neu einreichen.
  • Finanzamt-Audit nach Auszahlung: Stundennachweise, BSFZ-Bescheid, F&E-/Standard-Splits und Belege vorhalten; keine nachträgliche Erfindung von Belegen.

Offene Validierungen

  • Widerspruchs-/Nachbesserungsfristen und Kosten durch Berater prüfen.
  • Steuerliche Aufbewahrungsanforderungen für Solo-Founder bestätigen.
  • AP18 blockiert lassen, bis technische Entscheidung fällt. AP19 als optionaler V2-Kandidat mit CBOR/CWT/COSE-Richtung — ADR + Spike vor Einreichung.

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